Der Verein

Die heute in Deutschland immer weiter verbreitete Qualifizierung von EX-IN begann 2007 mit dem EU-Projekt “Leonardo Da Vinci”, Grundidee war die Einbeziehung Erfahrener: “Experienced Involvement”. Dieses Projekt brachte die vielfältigen Erfahrungen in den beteiligten europäischen Ländern und Organisationen zusammen. In Mecklenburg-Vorpommern führte die AWO-Sozialdienst Rostock gemeinnützige GmbH in Rostock zwischen 2012 und 2014 die ersten beiden EX-IN-Weiterbildungskurse durch. Dann wurde am 14. Oktober 2017 aus dem Netzwerk „Genesungsbegleitung M-V“ der Verein „EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ (EX-IN M-V e.V.) gegründet. Die wichtigste Aufgabe ist die Schulung der Erfahrungsexperten im EX-IN-Kurs. Nach der AWO Rostock führte der Verein die 3. Weiterbildung 2019 bis 2020 durch.

EX-IN steht für Experienced Involvement, also für die „Beteiligung von „Psychiatrie-Erfahrenen“. Menschen, die versuchen nach einer Qualifikation als Genesungsbegleiter*in / Expert*in aus Erfahrung anderen Psychiatrie-Patient*innen / -Klient*innen zu helfen. Der Einsatz von Genesungsbegleiter*innen kann die Beziehungen zwischen Klient*innen und Mitarbeiter*innen der Psychiatrie verbessern. Die Expert*innen aus Erfahrung werden so zu Vermittlern zwischen den betroffenen Klient*innen, Professionell Tätigen, Angehörigen und Freunden seelisch erkrankter Menschen.

EX-IN M-V e.V. setzt sich folgende Zielstellungen:

  • Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen unter anderem durch Teilhabe am Arbeitsleben
  • Einbeziehung von Genesungsbegleiter*innen in die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen
  • Koordination und Vernetzung von regionalen EX-IN Initiativen in M-V
  • Weiterbildung zum „Experten aus Erfahrung“ (EX-IN-Kurs) nach den Standards von EX-IN Deutschland e.V.
  • Schulungen bei Weiterbildungsbedarfen bereits qualifizierter Genesungsbegleiter*innen.

Die genannten Ziele erreicht der Verein durch Projekte, Kurse, Informationsveranstaltungen und Tagungen.

Das Modellprojekt „Teilhabe am Arbeitsleben mit und für Erfahrungsexpert*innen“

Erfolgreich beantragte der Verein im Jahr 2017 das Modellprojekt „Genesungsbegleitung M-V“ beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern. Im Modellprojekt greifen die Projektmitarbeiter*innen seit dem 01. Mai 2018 die Ziele des Vereins auf und setzen diese um.

Die Projektmitarbeiter*innen bearbeiten im Modellprojekt folgende Schwerpunkte:

  • Veröffentlichung von Informationsmaterialien zum Thema Genesungsbegleitung
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen zu vielfältigen Themen rund um Genesungsbegleitung
  • Beratung von interessierten Arbeitgebern und Vermittlung von Genesungsbegleiter*innen
  • Abstimmung mit Rehabilitationsträgern zur Anerkennung des Einsatzes von Genesungsbegleiter*innen in der psychiatrischen und medizinischen Versorgung, ggfs. als Fachkräfte
  • Vorbereitung der Weiterbildung „Experte/Expertin aus Erfahrung“ sowie
  • Durchführung von Nachschulungen für bereits qualifizierte Genesungsbegleiter*innen.

Das Modellprojekt „Genesungsbegleitung M-V“ hat einen neuen Namen, da sich die Zielrichtung seit 2021 änderte. Es heißt jetzt „Teilhabe am Arbeitsleben mit und für Erfahrungsexpert*innen“ und wird die Ziele vom Modellprojekt „Genesungsbegleitung M-V“ weiter verfolgen, ergänzt um folgende Schwerpunkte:

  • Entwicklung eines Forschungsvorhabens zum Thema Soteria
  • Entwicklung eines Projektes zur Unterstützung von Arbeitnehmer*innen mit psychischen Erkrankungen durch Erfahrungsexpert*innen
  • Schaffung von Inter- und Supervisionsmöglichkeiten für Erfahrungsexpert*innen in Arbeit
  • Fortführung der Telefonischen Genesungsbegleitung
  • Einbringen der Betroffenenperspektive in die Landeskoordinierungsstelle „Kinder aus sucht- und / oder psychisch belasteten Familien“
  • Einbringen der Betroffenenperspektive in bestehende Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie Bemühen um Kooperationspartner für die Durchführung von Weiterbildungen
  • Planung, Durchführung und Evaluation eines 4. EX-IN-Kurses

Modellprojekt „Trialogische Digitale Beratung“

Das 2. Modellprojekt des Vereines ist die „Trialogische Digitale Beratung“ in Kooperation mit dem Landesverband Autismus M-V e. V. und der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen M-V. Die Schwerpunkte dieses Projektes sind:

  • das Anschaffen und Nutzen einer webbasierten Beratungssoftware
  • Weiterentwicklung von Standards für die Beratung

Weiterführende Informationen zum Modellprojekt „Trialogische Digitale Beratung“: www.digitaleberatung-mv.de

Downloads

PDF-icon Satzung des Vereins_2020.07.02.pdf

PDF-icon Beitragsordnung-EX-IN-M-V.pdf

PDF-icon Mitgliedsantrag_EX_IN.pdf